SEINE
HEILIGKEIT DER DALAI LAMA
ERMÄCHTIGUNG UND LANGLEBENSZEREMONIE
Mittwoch, 5. August 9.30 bis 11.30 Uhr
ERMÄCHTIGUNG
IN DEN ASPEKT DES MEDIZIN BUDDHA
Der Medizinbuddha
(auf tibetisch ‘Sangye Menla’) ist eine der
bekanntesten Gottheiten des Mahayana-Buddhismus (Mahayana
bedeutet ‘Grosses
Fahrzeug’), welcher sich im Fernen Osten und im Himalaya
entwickelt hat. In Tibet sind dem Medizinbuddha zahlreiche
Praktiken geweiht, um Heilung zu erlangen, für sich
selbst und andere. Traditionelle Ärzte berufen sich
auf den Medizinbuddha, um Medikamente zu weihen.
Der
Medizinbuddha, allgemein in Lapislazuli-Blau abgebildet,
kann Krankheiten verhindern, fördert die Genesung durch
Reinigung von negativen Verhaltensmustern und Leidenschaften,
welche die Ursache von Krankheit sind, und er ist eine Stütze
für diejenigen, die sich dem Ende ihres Lebens nähern.
Er begünstigt die Steigerung des Wohlbefindens, sowohl
im normalen als auch im geistigen Leben.
Gemäss einem zeitgenössischen tibetischen Meister,
„ist der Medizinbuddha mehr als nur ein Heiler des
Körpers und des Geistes. Er ist die Kraft des unvergänglichen
Mitgefühls, das die ganze Welt erhellt, die therapeutische
Energie unseres innersten Seins“. (Zitat aus dem ‘Dictionnaire
encyclopédique du Bouddhisme, Philppe Cornu, Le Seuil,
Paris)
Der
Ausdruck ‘Ermächtigung’ stammt von dem
tibetischen Wort ‘Wang’, was wörtlich ‘Übertragung
von Macht’ heißt. Dazu erklärt S.H. der
Dalai Lama
‘Zunächst ist unsere fundamentale Natur, ‘Buddha-Natur’
genannt, die eigentliche Natur unseres Geistes, auf natürliche
und angeborene Weise in uns präsent. Der Geist, den
wir unser nennen, existiert seit anfangsloser Zeit; dasselbe
gilt für die subtilere Natur dieses Geistes. Auf der
Basis der Kontinuität dieser feinsinnigen Natur gründet
die Möglichkeit, die Erweckung, den Zustand spontaner
Befreiung von allem Leiden, zu erreichen. Dieses Potential
ist, was man Samen des Erwachens nennt, die Buddha-Natur,
die fundamentale Natur (...)
Mit
Sicherheit schlummert in uns allen das Potential, welches
uns erlaubt, uns selbst zu erwecken und die Natur unseres
Geistes zu erkennen. Der Prozess der Ermächtigung,
oder „Wang“, bringt auf eine Art dieses Potential
hervor und erlaubt es ihm so, sich mehr zu offenbaren. Wenn
Sie eine Ermächtigung empfangen, ist es das Wesen Ihres
Geistes, die Buddha-Natur, die es möglich macht, das
diese Ermächtigung Sie zu einem reifen Menschen macht.
(Auszug
aus einer am 7. Oktober 1982 in Vincennes gegebenen Unterweisung
anlässlich der Übertragung von Sangwa Gyachen,
Schatz offenbart vom 5. Dalai Lama)
Die Ermächtigung schafft Bedingungen für die Entwicklung
der in uns schlummernden Qualitäten wie die des Medizinbuddha.
Sie ist für alle zugänglich und kann auch von
Nicht-Buddhisten als einfacher Segen empfangen werden.
LANGLEBENSZEREMONIE
FÜR UND MIT S.H. DALAI LAMA (TENSHUG)
Die Praxis des Tenshug gibt es seit Langem in der buddhistischen
Tradition. Sie besteht darin, eine religiöse Opfergabe
darzubringen, mit der Bitte um ein langes Leben für
den spirituellen Meister, damit er, so lange wie möglich,
für das Wohl der Wesen wirken kann. Diese Zeremonie,
die von der tibetischen Gemeinschaft aus der Schweiz und
Europa organisiert wird, gibt einem die grosse Möglichkeit
für das lange Leben S.H. des Dalai Lamas zu beten und
ist gleichzeitig eine einmalige Chance für jeden Teilnehmenden,
die Verbindung zu S.H. zu bestärken. Die Tibeter, die
an diesem Tenshug teilnehmen, versuchen, mit reiner Motivation
und Engagement, so viele Langlebensgebete für S.H.
zu sprechen wie möglich. Diese Zeremonie ist offen
für alle.
Die
Langlebenszeremonie (tib. Tenshug) an Seine Heiligkeit den
Dalai Lama wird von den Tibeter Gemeinschaften in Europe
dargebracht.